Vorbei sind die Zeiten, als den Christen im Kolosseum Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden. Heute werden sie gefoltert, gesteinigt, hingerichtet; ihre Kirchen werden gebrandschatzt, ihre Kinder entführt und zum Glaubenswechsel gezwungen.

Weltweit werden über 200 Millionen unserer Geschwister im Glauben verfolgt. Und der Westen schweigt. Stattdessen liefern wir lieber Waffen an Saudi-Arabien und Katar. In der öffentlichen Wahrnehmung, zumindest in Deutschland, reden wir lieber von den muslimischen Rohingya und schwadronieren über angebliche Islamophobie in Deutschland. Dabei steht der Elefant im Raum – und keiner will ihn sehen.

Die Verfolger sind mitten unter uns. Drei Viertel der Asylbewerber in Deutschland sind Muslime. 2017 kam es – offiziellen Zahlen der Bundesregierung zufolge – zu 18 christenfeindlichen Straftaten in Asylbewerberunterkünften. Darunter 12 Fälle von Körperverletzung und sogar ein Tötungsdelikt. Angesichts der Erfahrungen, die Mitarbeiter von Flüchtlingsunterkünften und Sicherheitsbeamte machen, ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt.

In einem Land, in dem wir „gut und gerne leben“, treffen Christen oftmals wieder auf ihre Peiniger, vor denen sie aus ihren Herkunftsstaaten geflohen sind. Es ist völlig naiv, anzunehmen, dass den eingewanderten Christenhassern durch halbherzige Sozialisierungsversuche westliche Werte und Normen vermittelt werden können. Wer in Deutschland vorgibt, Schutz zu suchen und dabei Andersgläubige in irgendeiner Weise angreift, verwirkt sein Gastrecht und gehört konsequent abgeschoben.

Weltweit müssen wir dafür eintreten, dass Staaten, in denen Christen ausgegrenzt und verfolgt werden, die Entwicklungshilfe rigoros zusammengestrichen wird. Handels-, Assoziierungs- und Partnerschaftsabkommen der Europäischen Union müssen an die Gewährleistung der Religionsfreiheit gekoppelt werden. In der Entwicklungszusammenarbeit muss die Situation der Christen vor Ort verstärkt berücksichtigt werden. Hilfsorganisationen und Kirchen vor Ort müssen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Dafür treten wir als AfD im letzten Plenum vor Ostern mit einem Antrag ein. Gerade in der Fastenzeit – Karfreitag steht vor der Tür – ist das Leiden Christi und aller, die ihm nachfolgen, etwas, worüber wir öffentlich sprechen müssen. Denn wer schweigt, macht sich schuldig. Die AfD ist ganz klar die Partei für alle Christen, die ihren Glauben noch ernst und gesellschaftlich wahrnehmen.


Dr. Anton Friesen

MdB aus Thüringen, Sprecher der Interessengemeinschaft der Russlanddeutschen in der AfD im Bundestag.

 

Quelle: https://www.deutschland-kurier.org/christenverfolgungen-stoppen/ 

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