Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) hat eine Spende des Südthüringer Bundestagsabgeordneten Dr. Anton Friesen, die Opfern des Nationalsozialismus zu Gute kommen sollte, ohne Angabe von Gründen zurücküberwiesen. Auf die Nachfrage von Dr. Friesen, welche Gründe die Stiftung hierfür hatte, hat diese nicht geantwortet. Dazu erklärte Friesen:

“Es ist gegenüber den Opfern der national-sozialistischen Diktatur beschämend, eine Spende, die ihnen zu Gute kommen sollte, aus politischen Gründen zurückzuweisen. Offensichtlich werden hier die Opfer der NS-Herrschaft wieder einmal instrumentalisiert, um das politische Mütchen von manchen an der AfD zu kühlen. Als Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Fördermitglied der Juden in der AfD setze ich mich seit Jahren gegen jeglichen Antisemitismus ein.

Im letzten Jahr war ich dienstlich in Israel und habe mit dem Chef der Israelisch-Deutschen Außenhandelskammer gesprochen, der offensichtlich – im Gegensatz zur EVZ – keinerlei Berührungsängste hatte. Auch mit der größten israelischen Tageszeitung, Israel Hayom, habe ich ein Interview geführt.

Die zumindest bei ihrer Gründung auch steuerfinanzierte EVZ sollte sich fragen, ob ihr kindisches Verhalten einem so ernsten Thema angemessen ist. Sie stellt sich damit in eine Reihe mit Herrn Knigge, der AfD-Abgeordneten pauschal den Zutritt zum Gelände der Gedenkstätte Buchenwald verweigert, sowie anderen Gesinnungsgenossen, die durch ihre moralische Hybris und Arroganz ‘glänzen’.

Den von der EVZ zurücküberwiesenen Betrag stocke ich auf insgesamt 1000 Euro auf und vergebe ihn im Rahmen des Kurt-Schumacher-Preises für anti-extremistische Initiativen in Südthüringen. Jede Initiative, die sich gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Linksextremismus oder Islamismus einsetzt, kann sich bei mir um die Teilnahme bewerben. Kurt Schumacher hat wie kaum ein anderer sowohl gegen den Nationalsozialismus, als auch gegen den Kommunismus gekämpft. Das Gleiche würde ich mir für das heutige Deutschland auch wünschen.

Vor zwei Tagen wurden von bisher Unbekannten im Meininger Stadtgebiet öffentliche Flächen mit antisemitischen und ausländerfeindlichen Inhalten besprüht. Diese Handlungen verurteile ich auf das Schärfste.”

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